Der Mensch als ganzheitliches Wesen

Der Mensch als ganzheitliches Wesen steht im Mittelpunkt meiner Arbeit. Ganzheitlich, was bedeutet das? Zunächst ist immer von Körper, Geist und Seele die Rede, wobei die Arbeit eines freiberuflichen Heilmasseurs vordergründig eine Behandlung des Körpers meint. Schnell wird in der Auseinandersetzung auf körperlicher Ebene aber klar, dass es nicht ausreicht, sich mit physiologischen Abläufen zu beschäftigen, sondern es notwendig erscheint, wesentlich tiefer zu blicken, um die Ursachen und Gründe für Störungen und Disharmonien auf körperlicher Ebene zu ergründen. Da kommt jetzt der Geist ins Spiel, was wohl wieder vordergründig betrachtet unser Denken meint, über uns selbst, über andere, über das Leben im Allgemeinen. Da haben wir es mit Glaubenssätzen, Überzeugungen und Denkprogrammen zu tun, die uns tatsächlich nur zu einem Teil bewusst zur Verfügung stehen, aber zu einem beträchtlichen Teil unbewusst in uns wirken. Das heißt, Einfluss nehmen auf unser körperliches Wohlbefinden und den gesundheitlichen Status unseres Körpers, also auf unsere materielle Grundsubstanz. Wenn man davon ausgeht, dass wir alle aber nicht unser Körper sind, sondern nur einen solchen haben, stehen wir vor der Frage, was wir wirklich sind…? Geist, Seele und jetzt ein neuer Begriff: Bewusstsein? Was macht uns aus, was ist unsere wirkliche, unsterbliche Essenz? Für eine begriffliche Definition von Seele, wird es schon schwierig für uns, zumal in diese Kategorie alles einzuordnen wäre, was dem Verständnis von Psyche entspricht, also alles, beginnend mit Empfindungen, die noch nahe dem Körperlichen stehen, alle Gefühle und Emotionen, sowie Intuitionen, Ahnungen und dem Gespür, schon alles nicht mehr greifbar und messbar, nicht mehr zu sehen und zu begreifen, wie alles Gewohnte, das sich körperlich, als feste Substanz zeigt. Hier befinden wir uns in den Untiefen und Tiefen der Seele, die zum einen eine Verbindung zu geistigen Kräften und Wesen, zu Höherem, zum Göttlichen, zur Quelle darstellt, aber auch zum anderen eine, wie die Quantenphysik es als Verschränkung beschreibt, nämlich die Verbundenheit von Teilchen oder auch von uns Menschen als Teilchen untereinander, über unsichtbare Energien und Informationsfelder. Begriffe wie morphogenetisches Feld, Äther, Plasma kommen da mit ins Spiel, allesamt nur Versuche, uns Menschen eine geistige Vorstellung darüber zu bieten, was die Welt im Innersten zusammenhält, was alles verbindet, Zusammenhang und Kohärenz schafft. Also der Mensch als ganzheitliches Wesen, kann nicht isoliert funktionieren und auf eine materialistische Weise betrachtet werden. Er befindet sich in stetem Austausch und Verbindung mit allem, was im Kosmos existiert, und jedes Ding scheint beseelt zu sein und hinter jeder Erscheinung stehen Wesenheiten, die wahrgenommen werden wollen, die darauf warten ins Licht, ins Bewusstsein geholt zu werden. Ob auf der, von unserem Verstand definierten dunklen Seite oder eben als Teil der lichten Welt, egal, das Eine ist dabei nicht besser oder wichtiger als das Andere, es ist nur eine Frage der Schwingung, der Frequenz. Es geht darum, dass einzelne Teile des Ganzen schwingungsmäßig in Resonanz kommen und damit die Trennung voneinander aufheben, um somit hinkünftig das fremde Andere in sein Feld zu integrieren, um zu wachsen und mehr und größer zu werden, sein Bewusstsein zu erweitern. So wie offensichtlich eine Entität als Bewusstheit unsterblich ist und Tod und Sterben nur für die Materie und den Körper gelten, so kann auch das Gehirn als materielle Substanz nicht denken. Es ist gesteuert von einem darüberliegenden Bewusstsein. Demzufolge ist auch unser Körper nicht einfach ein isoliert funktionierendes Etwas, das nur körperlich und mit materiellen Substanzen behandelt werden könnte. 

 



Ohne all die anderen Verbindungen in die unsichtbaren, ungreifbaren geistigen, seelischen, feinstofflichen Bereiche zu berücksichtigen, um den „Ganzen“ Menschen zu erfassen und ihn als göttliches Schöpferwesen zu respektieren und zu würdigen, der mit allem was ist in Verbindung steht. Ohne diese spirituelle Sichtweise ist weder die Betrachtung des Menschen sinnvoll, noch jegliche therapeutische Maßnahme zielführend, ob sie nun auf körperlicher, geistiger oder seelischer Ebene erfolgt, sie hat immer und ausschließlich die Ganzheit zu berücksichtigen, weil sie erst damit die Großartigkeit des Menschseins und das Wunder, dass wir alle individuell sind, zum Ausdruck bringt. Es ist höchste Zeit dieses Wunder wieder in vollem Umfang zur Entfaltung zu bringen und den Menschen die Freiheit zurückzugeben, sich selbstbestimmt und eigenverantwortlich um seine Gesundheit im Sinne seiner jeweiligen Bestimmung kümmern zu können. Auf diesem Wege habe ich die Absicht mit meiner Arbeit Impulse zu setzen, die ein selbständiges Handeln in Bezug auf Entwicklung und Reifung des Menschen unterstützen. Sie können als die Möglichkeit gesehen werden, für kürzere oder längere Zeit Begleitung zu erhalten, wobei Hilfe zur Selbsthilfe werden kann, um der Autonomie des Menschen sowie seinem freien Willen Rechnung zu tragen. Hiermit reiche ich allen davon Angesprochenen meine „heilenden“ Hände. Mit dem Ziel, in der Vergangenheit erfolgte Trennungen aufzuheben und sich bewusst wieder in die Ganzheit des Hier und Jetzt zu begeben, damit neue, veränderte Ursachen für zukünftig heile und gesunde Auswirkungen gesetzt werden können. Sobald jeder einzelne Teil unseres kollektiven Bewusstseins die Verantwortung für „Ganzsein“ übernimmt, steht einem konstruktiven Neubau unserer Gemeinschaft nichts mehr im Wege. Und die Illusion, jemand anderer sei für unser Wohlbefinden und Glück zuständig, oder gar für unser Unglück, muss sich auflösen, um dem Licht der Wahrheit und der göttlichen Wirklichkeit das Tor zu öffnen. Wer sich näher mit diesen grundlegenden Begriffen wie Seele, Geist, Bewusstsein, Empfinden, Fühlen, Denken, Wollen, Glauben, Wissen, Wirklichkeit, Wahrheit beschäftigen möchte, sei auf die Arbeit von Hans Bonneval aus Hamburg verwiesen, der nicht nur selbst eine neue Schule des Denkens gegründet hat, sondern es sich auch zur Aufgabe gemacht hat, die Schriften von Rudolf Steiner den Menschen in einer verständlichen Art und Weise näher zu bringen.

„Wahrheit ist nicht individuell verschieden. Es macht gar keinen Sinn, einen Begriff zu haben von Wahrheit, wenn jeder dabei seine eigene Wahrheit hat. Das müssen wir korrekterweise die Meinung nennen, die Ansicht, die jemand vertritt. Aber die Wahrheit will doch gerade sagen: Das ist für alle Menschen wahr!......... Sie ist überpersönlich, sie ist nicht an das Individuum, das Subjektive gebunden, sondern Wahrheit ist objektiv und Wahrheit existiert.   Denn die Gedanken sind nicht menschengemacht aus dem Gehirn, sondern die Gedanken sind Weltenbestandteile. Die Gedanken sind das, was die Geister-, die Ideenwesen, die Ursachenwesen der Erscheinungen aussenden, um ihre Erscheinungen zu erschaffen……. Die Wahrheit ist dasjenige, was den Menschen gesund und stark macht. Je mehr Wahrheit er aufnimmt und bewegt, und nach je mehr Wahrheit er sich verhält, desto gesünder ist er. Und je mehr er in der Unwahrheit ist, oft auch unverschuldet, desto kränker ist er geistig, seelisch und natürlich auch körperlich. 

 

Insofern ist Wahrheit nichts Beliebiges, sondern etwas außerordentlich Wichtiges. …….Wenn ich die Weltenwahrheit ergreife, dann ergreife ich das Gesundende. Wahrheit heilt!“ 

( Zitiert aus dem Video:  5.Lektion Begriffsarbeit, Hans Bonneval, Schule für neues Denken nach Rudolf Steiner; Anthroworld, Anthroposophie erlebbar machen )